Donnerstag, 17. August 2017

Meermond

Meer, weil der Shopper eindeutig (sehr) maritim ist, Mond weil es das Schnittmuster Mondshopper von Ina Mondgöttin ist, wieder auf 125 % vergrößert. Perfekt wäre es gewesen, den Shopper am Meer zu fotografieren, aber da das im Allgäu gar nicht so einfach ist, bin ich froh, dass mein Strandkorb auch hier eine gute Figur macht ;-) und etwas maritimes Flair in Süddeutschland verbreitet.




Der gestreifte Hauptstoff ist eigentlich ein Geschirrtuch von Gr...ga..., das mir für die Küche viel zu schade war. Kombiniert habe ich es mit einem dunklen Jeansstoff. Und auch hier hab ich mich mit meinen neuen Alphabet-Stempeln ausgetobt.




Für das Innenleben habe ich einen leichten blauen Baumwollstoff mit Ankern genommen, die Seitenteile und der Boden sind aus dem gleichen Jeansstoff. Ich hab für das Handy eine Jeans-Popotasche aufgenäht und für den Geldbeutel eine RV-Tasche.



Und die Henkel mussten diesmal unbedingt aus der dicken naturfarbenen Baumwollkordel sein, die passt einfach perfekt zum maritimen Stil. War auch eine schnelle Nummer, Ösen rein, Kordel knoten, fertig. Ich hab schon aufwändigere Träger genäht ;-)

Neulich hab ich bei Ronja im Blog ganz entzückende kleine Täschchen gesehen, die Anleitung ist von orangebettie. Da ein ganz kleines Stückchen vom Streifenhandtuch übrig geblieben ist, hab ich noch solch ein Minitäschchen dazugenäht (da ja auch ein Schlüsselfinder mit Karabiner im Shopper eingenäht ist).




Ich bin absolut infiziert von diesem Schnittmuster, die Täschchen sind so süß, man wollte mir es schon mehrfach aus der Hand reißen. Drum werde ich statt (dringend benötigter) Langarmshirts für den Herbst  wohl noch eine Runde Minitäschchen nähen, meine Restekiste wird es mir danken.





Der Kater wollte unbedingt auch noch mit aufs Bild, der kommt immer gleich angesprungen, wenn er mich sieht. 

Heute ist RUMS-Tag, da bin ich gerne wieder mit dabei. Ich wünsch euch einen schönen Tag, ich werde weiterhin meinen Urlaub Zuhause genießen. Aber im Herbst, da geht's dann ans Meer, hach, endlich.

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Donnerstag, 10. August 2017

Die Qual der Wahl,

was zeige ich denn heute? Denn neulich hab ich alles mal zusammengepackt und eine Fotosession gemacht. Und jetzt muss ich überlegen, was ich heute bei RUMS zeige.

Ich nehme mal den Ledershopper, das leuchtende Currygelb lacht mich so an.


Das Leder hab ich damals beim Lagerverkauf von Leder Reinhardt in Pfullingen mitgenommen und seitdem wartet es auf seinen Einsatz. Es hat ein paar "Fehler", aber das gibt dem Shopper etwas Besonderes, zumindest für mich.


Innen hab ich ein lange gehütetes Leinenschätzchen verwendet. Lange habe ich überlegt, den tollen Stoff "nur" als Futter einzusetzen, aber es passt farblich einfach perfekt und ich finde auch die Kombi Leinen und Leder sehr stimmig. Der Rest des Leinens reicht zum Glück noch für eine andere Tasche. Innen habe ich eine Reissverschlusstasche eingearbeitet und verschlossen wird der Shopper mit einem Magnetverschluss.



Für die Henkel habe ich diesmal braunen weichen Baumwollgurt ausgesucht und den mit einem gelben Lederstreifen versehen, trägt sich sehr angenehm.



Hier sieht man die Größe gut, er ist wirklich groß, aber durch das butterweiche Leder schmiegt er sich schön an den Körper an und man merkt die Größe gar nicht.



Die Schafe finden die Tasche auch gut, die sind eh total neugierig ;-)


Den Schnitt hab ich wieder selber erstellt, ist im Grunde die selbstgebastelte Charliebag nur mit geradem Rand oben und dafür etwas höher.

Euch einen schönen Donnerstag. Ich muss nur noch morgen arbeiten und dann hab auch ich endlich Urlaub. Zwar nur ein paar Tage, aber besser als nix.


Donnerstag, 3. August 2017

Mondshopper XL

Nach Mondshopper No. 1 war ich angefixt, ich wollte die Tasche nochmal nähen. Diesmal aber ein paar eigene Ideen einbringen.

So hab ich als erstes den Schnitt auf 125 % vergrößert und beschlossen, dass es diesmal keine Wendetasche wird.

Dann hab ich Stoffe gesucht, Leinen, darauf stehe ich grad sehr. Vor ein paar Wochen hab ich im Blog von Ars Fecit eine Leinentasche gesehen, die mir unglaublich gut gefallen hat. Das war meine Inspiration für diesen XL-Mondshopper - danke dafür.


Den gelben Stoff habe ich selbst gefärbt. Das ist ein weißer alter Leinen-Bettbezug vom Flohmarkt, den ich genau wie in obigem Blog gesehen mit Kurkuma eingefärbt habe. Leider bekommt meine Kamera das wunderschöne Gelb nicht genau hin, es ist etwas satter als auf den Bildern, nicht so zitronig.

In die Vorderseite habe ich eine RV-Tasche eingenäht, der Spruch ist mit Buchstabenstempeln und Stofffarbe aufgestempelt und damit die Lederträger nicht so alleine sind habe ich den Reißverschluss mit Lederdreiecken eingefasst. Auch der Boden der Außentasche ist aus dem gleichen Leder (was man leider auf den Bildern nicht sieht).


Die Rückseite habe ich mit einem großen Ginkoblattstempel bestempelt. Die Seitentaschen sind aus einem grünen Leinen-Tischläufer, für die Seitenteile habe ich naturfarbenes schweres Leinen verwendet.


Den Verschluss habe ich genau wie be Shopper No. 1 gearbeitet und nur eine Einstecktasche fürs Handy ins Futter genäht.


Und auf diesen Bildern sieht man die Größe besser. Ich hätte nicht gedacht, dass 25 % mehr so einen Unterschied macht. So ist es genau richtig für mich, bin mehr der Große-Taschen-Typ.




Wenn mich das schöne Wetter nicht so massiv von der Nähmaschine wegziehen würde, wäre No. 3 auch schon fertig, zugeschnitten ist er schon. Nächste Woche soll es ja schon wieder nasser werden, dann mach ich mich ans Werk, denn der Taschenschnitt begeistert mich. Eigentlich schlicht und doch besonders und man hat wirklich viel Spielraum für eigene Ideen.

Verlinkt:
Schnittmuster: Mondshopper von Mondgöttin
Inspiration: Ars Fecit
Material: alles aus dem Vorratslager

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Samstag, 22. Juli 2017

Wolle und Schafe

oder Schafe und Wolle, ganz wie man will. Ich fang mal mit der Wolle an.

Ich hab mal wieder gesponnen, unfassbar und es hat auch richtig Spaß gemacht. Denn ich hab beim Aufräumen eineinhalb ganz tolle Batts von Claire Seidenhase wiedergefunden, ein halbes Batt war schon versponnen. Nachdem mein Nicky auch noch auf Artyarnspinnen umgebaut war, habe ich einfach mal angefangen. Und siehe da, es flutschte richtig gut. Spinnen ist wie Fahrradfahren, das verlernt man tatsächlich nicht









Die beiden oberen Bilder sind von den Farben her passender. Es sind knapp 200 g Corespun mit einer Lauflänge von gesamt ca. 400 m. Kuschelweich und so interessante Farben. Ist eine Mischung aus Merino, Satinangora, Seide usw. Inzwischen habe ich auch eine Idee dafür im Kopf.

Punkt Nr. 2 - die Schafe.

Was lange währt ..... Seit ich spinne, träume ich von eigenen Schafen. Früher unmöglich, nach dem Umzug lange diskutiert und wieder verworfen, sind wir am 1. Mai dieses Jahres ganz unverhofft zu zwei Schafen gekommen. Anzeige in der Samstagszeitung gelesen, einfach so mal angerufen, einfach so mal am Sonntag angeschaut, am Montag eine Box im Stadel gezimmert und am Dienstag waren sie da.

Anni (schwarze Bergschafmischung) und John (Walliser Schwarznase mit sonst noch was), beide geboren im Dezember 2016, nicht verwandt und nicht verschwägert.



Beides waren Flaschenlämmer und das merkt man bis heute noch. Sie haben mich als Mama adoptiert und mit inzwischen schon fast 8 Monaten hängen sie mir immer noch am RockHosenzipfel.




Anni ist die scheue, aber mir und Madeline gegenüber unglaublich Zärtliche und Verschmuste, die sich nur von uns beiden anfassen lässt, uns würde sie aber am liebsten auf den Schoß krabbeln.







John ist da deutlich robuster, er findet auch alle anderen Menschen interessant, läuft aber trotzdem bei uns Mädels immer hinterher - Herdentiere halt.





Ich bin so verknallt in die beiden, das ist unglaublich. Genau so habe ich mir Schafe immer vorgestellt, anhänglich, verschmust, verspielt. John haben wir dann im Juni legen lassen und jetzt ist er ein umgänglicher und verträglicher Hammel (sag ich gerne zu ihm ;-))

Das sind jetzt also noch die letzten Bilder vor der Schur






und so sehen sie seit Mittwoch aus (ich könnte nur noch weinen, so schrecklich und furchtbar alles, gut, dass sie keinen Spiegel im Stall haben)




Ich geh dann mal Wolle waschen ...


und wünsch euch ein sonniges Wochenende.

Donnerstag, 20. Juli 2017

Einen Mond-Shopper

hab ich mir genäht, ganz unverhofft.

Aber als allererstes möchte ich mich für die begeisterten Reaktionen auf meine Charliebag bedanken, so viel positives Feedback habe ich schon lange nicht mehr bekommen. Herzlichen Dank für die lieben Worte, hat mich riesig gefreut und ich bin total motiviert, jetzt wieder öfter zu bloggen.

Nun wieder zum Mond-Shopper. Die liebe Ina vom Blog Mondgöttin hat mich gefragt, ob ich ein Designbeispiel von ihrem Taschenmuster Mond-Shopper nähen würde. Ich war erst ganz baff, dann hab ich mich riesig gefreut und mit großer Freude genäht.

Das ist dabei herausgekommen:


Die Anleitung ist sehr klar und verständlich geschrieben, allein beim Einnähen des Bodens hatte ich beim ersten Durchlesen Bedenken. War dann aber wirklich ein Kinderspiel und hat perfekt geklappt.




Ich finde die Form sehr schön und eben auch die Möglichkeit, den Shopper von beiden Seiten zu verwenden. Die Seite mit dem Boot ist eigentlich ein Küchenhandtuch einer bekannten Schnickschnackallerleikette. Als ich das Handtuch-Set gesehen habe, wusste ich sofort, dass daraus Taschen werden würden. Die Aufhängeöse habe ich in einer Seitentasche verarbeitet und dadurch sieht man den türkisfarbenen Stoff des Seitenteils.

Die Tasche kann mit einem Verschluss an den Seiten etwas verkleinert werden und das gibt ihr dann die ganz besondere Form. Im E-Book wird dafür ein Kunststoff-Steckverschloss angegeben. In Ermangelung eines solchen habe ich einfach einen Ring und einen Karabiner verwendet, klappt auch.





Farblich perfekt dazu passt ein lange gestreichelter Fischestoff, die Träger sind aus Jeans-Gurtband.

Liebe Ina, ich danke dir für dein Vertrauen in meine Nähkünste und ich hab auch schon Mond-Shopper No. 2 und No. 3 ganz genau vor meinem geistigen Auge. Zum Glück ist das Wochenende im Anmarsch.

Heute ist RUMS und ich bin dabei, außerdem verlinke ich bei Taschen und Täschchen und weil der Mond-Shopper eindeutig auch maritim ist, mache ich gleich zum zweiten Mal diesen Monat beim Taschen-Sew-Along von Greenfietsen mit.

Habt einen schönen Donnerstag.

Anleitung: Mond-Shopper (*Werbung, wurde mir für das Designbeispiel kostenlos zur Verfügung gestellt)

Material: aus meinem Fundus (der trotzdem irgendwie nicht kleiner wird ;-))